Ostthüringer Zeitung (OTZ) 02.10.2009

„Es gibt wenige Dirigenten, die sich so intensiv wie Bernd Ruf mit den heute noch lebendigen Klängen der Weltmusik befassen. Seine Mission „vor Ort“ auf allen Kontinenten dieser Erde hat den Professor für Popularmusik, Jazz und Weltmusik auch in Jena zu einer bekannten Persönlichkeit werden lassen.“

 

Thüringische Landeszeitung (TLZ) 29.09.2009

„In diesem Kontext hörte man „Die Hebriden“ h-Moll op.26 von Felix Mendelssohn Bartholdy völlig neu, zumal Bernd Ruf die innewohnende Dramatik sowie liedhaften Elemente von den Inseln akzentuiert hervorheben ließ.“

 

Ostthüringer Zeitung (OTZ) 29.09.2009

„Und wieder betätigt sich der Musiker mit Bedacht und Kenntnis als Kulturvermittler, führt unterschiedliche Klangwelten zusammen und gestaltet ein musikalisches Reiseabenteuer, das in seiner Wirkung spannender ist denn je.“

 

Mitteldeutsche Zeitung Halle 14.06.2009

Händel als Rockstar
Bis jener langhaarige Dirigent ans Pult sprang, der fortan daselbst wie beim Diskotanz rotierte, der Händel als englischen Rockstar begreift, der ihn als Theaterleiter, Produzent und Komponist in Personalunion bewundert - und der seine überschwängliche Begeisterung für "die Bridges" sogleich auf Mitwirkende und Publikum zu übertragen verstand. Keine Frage, der Mann im schwarzroten Glitzergewand rockte den Abend. Bernd Rufs Einlage als Saxofon-Solist, gemeinsam mit den "leibhaftigen Virtuosen der Staatskapelle" an Posaune und Flügelhorn, gehörte zu den künstlerischen Lichtblicken des Events.
Ob Doppelkonzert für Oboen oder Hörner, ob italienische Arie oder englischer Popsong, ob Barockadaption oder Rocksinfonie - das Publikum begeisterte sich für alles und alle gleichermaßen. Für den legendären Toto-Song "Africa" wie für die Gesangsdarbietungen von Bobby Kimball, Cherry Gehring und Stammgast Anke Sieloff, die sich mit der Alcina-Arie "Barbara! Io ben lo so" an die Barockoper ebenso heranwagte wie an die Hits von Sinéad O'Connor. Manchmal rumpelte in die letzten Takte Händel schon das Schlagzeug der German Pops Band. Händel goes Symphonic Rock: Beim Montieren alter und neuer Ohrwürmer war Arrangeur Benjamin Köthe nicht zimperlich vorgegangen.

Brücken in die Herzen
Als das Volk schließlich zu den Ausgängen strebte, war die populäre Intention der traditionellen Crossover-Konzerte noch ein Stück tiefer ins Fundament des Händelfestes gesunken. Die "Bridges" sind und bleiben Publikumsmagnet. Sie bauen Brücken, musikalische wie lokale, in die Natur wie in die Herzen jener Hallenser, die den exklusiven Festivalauftritten der Musikprominenz aus diversen Gründen fernbleiben.

 

Mitteldeutsche Zeitung Halle 14.06.2009

(…) Kurz vor ihrem Ende haben die Händelfestspiele nochmals alle Register gezogen. 5 000 Menschen waren zur grünen Oase gepilgert, um den Toto-Sänger Bobby Kimball und die Sopranistin Anke Sieloff zu erleben, um zu hören, wie es klingt, wenn die German Pops Band mit der Staatskapelle Halle Brücken baut zwischen dem Star von damals und den Heroen von heute. Bernd Ruf, musikalischer Leiter des Projekts, schlug zugleich den Bogen zum bundesweiten "Tag der Musik" mit rund 50 000 Mitwirkenden und mehr als 1 400 Angeboten. Da durfte man sich als einer von einer knappen halben Million Musikliebhabern fühlen. Und Gefühle wärmen manchmal auch.
Unter der Animation von Bernd Ruf entfaltete sich ein mannigfaltiges Programm. Gegen die Rocksinfonie des langjährigen "Bridges"-Arrangeurs Benjamin Köthe ist der "Star Wars"-Soundtrack ein Schlaflied. Anke Sieloff sang Händel-Arien mit viel Gefühl und warf mit einem Sinéad O'Connor-Titel die Röhre an. Als sich barocke Solokonzerte und Toto-Songs, Rockarrangements und Händelarien fest verknotet hatten, war "Hold the Line" Zugabe und Fingerzeig ins nächste Festspieljahr zugleich.

 

Westfälische Rundschau Dortmund 03.04.2009

(…) Die Bochumer Symphoniker unter der Leitung von Bernd Ruf sind an diesem Abend die musikalischen Partner des portugiesischen Duos und machen ihre Sache gut. Im Rampenlicht aber steht Maria João. Die tänzelt in ihrem gelben Kleid hin und her und legt los. Mit schnellen Vokal-Salven, mit hohen Kieksern und abgrundtiefem Grunzen oder mit der Unschuldsmiene und der Unschuldsstimme eines Teenagers.
Und dann verblüffte sie als beseelte Sängerin der ganz zarten, balladesken Töne. Mário Laginha, ansonsten ein so vielschichtiger Pianist, der Musikwelten von Klassik bis zu europäischem Jazz in seinem Spiel bündelt, tupft nur ein paar Akkorde auf dem Flügel, die Symphoniker untermalen ebenfalls ganz leise, und schon entsteht im Verbund mit Maria Joãos Gesang eine magische Stimmung.

 

Ruhr Nachrichten Bochum 03.04.2009

(…) Der für klassische Crossover-Projekte bekannte Dirigent Bernd Ruf führte das Orchester sicher durch die oft sehr rhythmusbetonten Klanglandschaften aus Jazz, Latin und Pop. Perfekt harmonierten die Musiker mit Maria Joãos Klavierpartner Mário Laginha, der – beleuchtet vom blauen Scheinwerferlicht – der Musik die blaue Note hinzufügte.

 

Jazzpodium 12/2003

Dennerlein-Kompositionen im philharmonischen Gewand - diese hochinteressante Herausforderung hat die Staatsphilharmonie Rheinland-Pfalz gerne angenommen und gab gemeinsam mit der Organistin und ihrem Trio ein mitreißendes Konzert in der Ludwigshafener Philharmonie. Mit dem als profilierten Grenzgänger in der Musikwelt ausgewiesenen Dirigenten Bernd Ruf konnte Barbara Dennerlein einen für diese neuartige Kombination von Hammond-Orgel und Symphonieorchester idealen Crossover-Spezialisten gewinnen.

 

Stuttgarter Zeitung 01.03.2002

Selbst wenn der Swing in ruhigen Passagen hin und wieder schleppte, hatte der Dirigent und musikalische Tausendsassa Bernd Ruf, der diesen Abend auch moderierte, die Tempo-  und Atmosphärewechsel ganz hervorragend im Griff.

 

Scala Februar 2001

Wenn Neville Marriner beobachtet: "Er kontrolliert und diszipliniert ein Orchester sehr eindrucksvoll"; wenn Dennis Russell Davies zu dem Schluss kommt: "Er hat ein außerordentliches Gespür für musikalische Zusammenhänge"; wenn Gennadi Roschdestwensky urteilt: "Er zeigt exzeptionelle Qualitäten im Vermitteln einer musikalischen Vision"; und wenn Michael Kosarin, der Chef von Walt Disney Music, befindet: "Er hört Dinge im Orchester, die sogar mir entgingen" - dann haben wir es unzweifelhaft mit einem großen und noch jungen Talent zu tun. Es wurde am 27.9.1964 in Gengenbach / Schwarzwald geboren. Es heißt: Bernd Ruf.

 

Kölnische Rundschau 31.01.2001

Es war großartig, bewegend, ergreifend und erschütternd, das Konzert des Stuttgarter Kammerorchesters und der Bratschistin Kim Kashkashian am Donnerstag im Forum. Mit vier Kompositionen aus dem letzten Jahrhundert, vier tief beeindruckenden Beispielen musikalischen Trauerns, bewiesen die Streicher unter Bernd Ruf und die Solistin ihre Spitzenqualität.

 

FAZ 08.12.2000

Dort oben thront nun als Solitär Fumio Yasuda. Die CD "Kakyoku" des in Europa gänzlich unbekannten Komponisten und Pianisten ist nichts weniger als eine Enzyklopädie zeitgenössischen japanischen Musizierens. Mit den ersten tastenden Klaviertönen wird diese Musik Ereignis, und dies Spannung bricht über die gesamte Laufzeit der Platte nicht ab.

 

The Ithaca Journal, New York 10.05.1999

Ruf´s conducting style is elegant and refined, with no superfluity of gesture ideally suited to the character of this work.

 

Die Welt 05.08.1997

Das Stuttgarter Kammerorchester brachte unter Leitung des jungen Dirigenten Bernd Ruf nicht nur die vertrackte Rhythmik der ´Runden´ auf den Punkt, sondern entband auch ihren immanenten Swing.