

Bernd Ruf zählt derzeit zu den kreativsten Musikerpersönlichkeiten im Bereich Classical Crossover. In seinen Projekten sucht er nach Verbindungen, Verständigungen und Auseinandersetzungen von und mit Musikern aus unterschiedlichen Kulturkreisen. So entwickelte der Grammy-Nominee von 2002 die Crossover Symphonies, spezielle Orchesterprogramme mit afrikanischen, asiatischen und lateinamerikanischen Musikern, mit Jazz- und Rockmusikern. Mit dem ORF-Radio-Symphonieorchester in Wien führte er eine Latin Night und mit den Stuttgarter Philharmonikern eine Tango Night auf. Für die Jazzstars Joe Lovano, Randy Brecker und Charlie Mariano entwickelte und leitete er verschiedene sinfonische Konzerte bei Jazzfestivals in New York und Stuttgart. Den irischen Rockbarden Chris De Burgh begleitete Bernd Ruf mit seinem Orchester auf der Rock-Symphonic-Tour in Deutschland und der Schweiz. In den USA dirigierte er das Cayuga Chamber Orchestra Ithaca/New York. Während seiner Assistenz bei Dennis Russell Davies leitete er Proben und Konzerte von 1997 - 2001 beim Stuttgarter Kammerorchester und den Salzburger Festspielen. Als erfahrener Interpret zeitgenössischer Musik dirigiert er in enger Zusammenarbeit mit Komponisten regelmäßig Uraufführungen. Als Musical-Dirigent leitete er u.a. Vorstellungen von Les Miserables, Miss Saigon, Die Schöne und das Biest, Tanz der Vampire und König der Löwen. Bei der Staatskapelle Halle ist Bernd Ruf regelmäßiger Gastdirigent. Er arbeitete u.a. mit Jon Lord (Deep Purple), Roger Hodgson (Supertramp), Ian Anderson (Jethro Tull) und Paul McCartney. Bei den Händel-Festspielen in Halle konzipiert und dirigiert er die jährlich stattfindende Open Air Großveranstaltung Bridges to the Classics.
Als Music Director leitet Bernd Ruf seit 1999 das European Art Orchestra und das German Pops Orchestra. Beide Orchester haben sich vor allem durch ihre hervorragende Studioarbeit einen internationalen Namen gemacht und spielen regelmäßig Klassik-, Crossover-, Film-, und Pop-Produktionen für internationale Recording-Labels ein. (www.germanpops.de)
Für seine Arbeit erhielt Bernd Ruf verschiedene Auszeichnungen u.a. von der Karajan-Stiftung Berlin und der Kunststiftung Baden-Württemberg. Für sein Dirigat des Albums „Paquito D´Rivera - The Clarinetist“ wurde er 2002 für den Grammy nominiert.
Nicht nur als Dirigent, auch als Klarinettist arbeitet Bernd Ruf intensiv an genreüberschreitenden Projekten. Seit 20 Jahren ist er festes Mitglied des Ensembles Tango Five. Mit dem Bandoneon-Meister Raul Jaurena spielt er im Raul Jaurena / Bernd Ruf Duo Project zusammen. (www.tangofive.de)
2004 wurde Bernd Ruf als Professor auf den Lehrstuhl für Popularmusik, Jazz und Weltmusik an der Musikhochschule Lübeck berufen. Dort entwickelte er das "Lübecker Modell", bei dem Popularmusik nicht als eigenständiger Studiengang unterrichtet wird, sondern als fester Bestandteil in die klassischen Studiengänge hinein wirkt. Im Wintersemester 2006 übernahm er kommissarisch die Institutsleitung Schulmusik, seit Wintersemester 2008 ist er dort stellvertretender Institutsleiter. (www.mh-luebeck.de)
Voraussetzung für seine Tätigkeit ist seine umfassende Kenntnis von sowohl klassischer als auch populärer Musik. Er studierte an den Musikhochschulen Stuttgart und Frankfurt klassische Musik in den Studiengängen Kapellmeister, Klarinette, Schulmusik, Musikwissenschaft sowie Jazz- und Popularmusik mit Hauptfach Saxophon.
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